RMS Titanic
Chronologie
| 1902 oder 1903 | Die Planungen für den Bau der Schiffe, die später Olympic und Titanic heißen sollen, beginnen. (siehe "Die Legende vom Dinner bei Lord Pirrie im Sommer 1907") |
| 30.04.1907 | Die Bestellung für die Olympic (Baunummer 400) und Titanic (Baunummer 401) wird in den Büchern der Werft Harland & Wolff notiert |
| 22.03.1909 | Kiellegung der Titanic in Belfast |
| 31.05.1911 | Stapellauf der Titanic in Belfast |
| 24./25.03.1912 | Die Besatzung für die Überführungsfahrt Belfast - Southampton mustert an. Erster Kapitän des Schiffes ist Herbert J. Haddock. |
| 01.04.1912 | Edward John Smith, zuvor Kapitän der Olympic, löst Kapitän
Herbert J. Haddock auf der Titanic ab. Haddock übernimmt dafür
die Olympic von Smith. Die geplante Probefahrt wird um einen Tag verschoben, da in Belfast ein stärkerer Wind weht und man befürchtet, das große Schiff in den engen Gewässern nicht unfallfrei navigieren zu können. Erfahrungen mit der Olympic können hier bei der Entscheidung mit zum Tragen gekommen sein, denn die Olympic war nach ihrem Stapellauf vom Wind gegen eine Kaimauer gedrückt worden. Und erst im März 1912 war die Olympic nach einer Reparatur im Trockendock beim Auslaufen auf Grund gelaufen, wodurch sie noch einige Tage länger in der Werft bleiben musste und ihre nächste kommerzielle Reise sich um eine Woche verschob. |
| 02.04.1912 | Die Probefahrt der Titanic findet statt. Abends verlässt sie dann ihren Erbauungshafen und nimmt Kurs auf Southampton |
| 03./04.04.1912 | In der Nacht zum 4. April 1912 macht die Titanic in Southampton fest. Ihr Liegeplatz ist der Ocean Dock. Aufgrund des Tidenstands am Ausreisetag wird sie so festgemacht, dass beim Ablegen größere Wendemanöver vermieden werden können. |
| 09.04.1912 | Die Mannschaft für die Jungfernfahrt der Titanic wird angemustert. |
| 10.04.1912 | Die Titanic legt mittags zu ihrer Jungfernfahrt ab. Beim
Ablegen kommt es zu einer Beinahe-Kollision mit einem anderen Schiff,
das sich aufgrund der von den Schrauben der Titanic verursachten
Sogwirkung von seinen Vertäuungen losgerissen hat und steuerungslos im
Wasser trieb. Abends erreicht die Titanic mit rund einer Stunde Verspätung, die aus der Beinahe-Kollision resultiert, Cherbourg in Frankreich, wo die so genannten "Cross Channel Passengers" von Bord gehen und weitere Passagiere und Post für die Atlantikpassage übernommen werden. |
| 11.04.1912 | Die Titanic erreicht mittags Queenstown (heute Cobh) in
Irland (damals Teil von Großbritannien). Auch dort gehen einige
Passagiere von Bord. Eine deutliche größere Anzahl an Passagieren,
überwiegend Auswanderer, geht an Bord. Außerdem wird noch mehr Post
übernommen. Ein Besatzungsmitglied desertiert. Nach dem Verlassen Queenstowns umrundet die Titanic die Südspitze Irlands und verlässt in den Abendstunden europäische Gewässer. |
| 14.04.1912 | Gegen 23:40 Uhr streift die Titanic den Unterwasserausläufer eines Eisbergs. Dabei kommt es zu Beschädigungen der Außenhaut des Schiffes, die zu Wassereinbrüchen in den fünf vorderen Schottenkammern führen. Da diese Wassereinbrüche nicht beherrschbar sind, wird die Titanic aufgrund ihrer Konstruktion untergehen - die Schottenkammern reichen nicht bis zum Bootsdeck, wodurch das Wasser, wenn die nach oben offene fünfte Schottenkammer geflutet ist, von oben in die sechste fließen wird und nach Flutung dieser in die siebente usw. Das Gewicht des vollaufenden Vorschiffs wird dabei das ganze Schiff in die Tiefe ziehen. Es gibt keine Rettung mehr für die Titanic. |
| 15.04.1912 | Aufgrund der aussichtslosen Lage wird befohlen, die Rettungsboote
klar zu machen, zu besetzen und zu fieren. Die Funkstation erhält den
Auftrag, den Notruf abzusetzen und andere Schiffe um Hilfe zu bitten.
Keines der Schiffe, die die Notrufe hören, wird rechtzeitig vorm
Untergang die Titanic erreichen. Die Titanic sinkt gegen 2:20 Uhr morgens. Ab vier Uhr morgens nimmt die Carpathia die Überlebenden aus den 18 Rettungsbooten, die gefiert werden konnten, auf. Sie verlässt die Unglücksstelle gegen 8:30 Uhr und nimmt Kurs auf New York. Noch während der Rettungsaktion der Carpathia und im Laufe des Vormittags treffen weitere Schiffe an der Unglücksstelle ein und nehmen die Suche nach weiteren Überlebenden auf. Diese Suche bleibt erfolglos. Zeitungen in den USA und Europa berichten von der Notlage der Titanic. Generell wird davon ausgegangen, dass die Titanic, die als unsinkbar gilt, sich schwimmend halten kann. Am Abend des 15.04.1912 sickert von New York aus dann die Wahrheit durch: Die Titanic ist in den Morgenstunden gesunken und es hat rund 700 Überlebende gegeben, während noch 1500 Menschen vermisst werden. Für sie besteht allerdings kaum noch Hoffnung. |
| 18.04.1912 | Die Carpathia erreicht in den Abendstunden New York und wird von Zehntausenden von Menschen stumm erwartet. Allein auf der Carpathia befinden sich die Überlebenden der Titanic. |
| 19.04.1912 | Der amerikanische Senat beginnt seinen Untersuchungsausschuss und hält britische Staatsbürger unter Strafandrohung in den USA fest, damit sie vor diesem Untersuchungsausschuss aussagen. |
| 02.05.1912 | Der britische Untersuchungsausschuss nimmt unter den Vorsitz on Lord Mersey seine Arbeit auf. |
| 28.05.1912 | Der Vorsitzende des amerikanischen Untersuchungsausschuss, Senator William Alden Smith, hält seinen Abschlussbericht. |
| 30.07.1912 | Der britische Untersuchungsausschuss veröffentlich seinen Abschlussbericht. |
| 28.07.1916 | Mit einer Zahlung von US$ 665.000 durch die White Star Line wird die Frage nach Schadensersatz aufgrund des Untergangs der Titanic in den USA außergerichtlich beigelegt. |
| 01.09.1985 | Das Wrack der Titanic wird von einer amerikanisch-französischen Expedition entdeckt |
| 1987 | Erste Bergungsexpedition zum Wrack |
| 02.10.1994 | Erste Ausstellung der geborgenen Artefakte im National Maritime Museum in Greenwich (London) |
| 08.05.1997 | Die Titanic-Ausstellung in Hamburg öffnet ihre Pforten. |
| 08.01.1998 | Der Titanic-Film von James Cameron läuft in den deutschen Kinos an. Dieser Film löst eine bis dato ungekannte Titanic-Begeisterung aus und beschert den Titanic-Vereinen in aller Welt einen Mitgliederboom. Leider verwischen durch den Film Fiktion und Wirklichkeit, da fiktive Charaktere so authentisch in die Handlung eingebunden sind, dass diese Figuren real erscheinen. |
| 09.01.2000 | Nach den weiteren Ausstellungsorten Zürich und München verlässt die Titanic-Ausstellung mit den Artefakten Europa. |
| 16.06. - 12.08.2007 | Eine neue Titanic-Ausstellung mit geborgenen Artefakten ist in Kiel zu sehen. |
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wird fortgesetzt |
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